Sie benutzen eine uralte Version von Microsofts InternetExplorer.
Diese Version wird von unserer Website nicht mehr unterstützt.
Bitte aktualisieren Sie Ihren InternetExplorer oder wechseln Sie zu einem anderen modernen Browser.

2 gaier angelobung
Mit 01.06.2020 wurde DI Lukas Gaier zum neuen Leiter des Referats Pflanzenbauliche Alternativen und genetische Ressourcen im Grünland bestellt.

Neben den klassischen Versuchsarbeiten in den Fachbereichen Grünlandwirtschaft und Vegetationsmanagement liegen die Schwerpunkte vor allem in den Bereichen der Futterpflanzenzüchtung und der Sortenwahl.

2 2020 klingler angelobung
DI Andreas Klingler wurde mit 01.06.2020 zum neuen Leiter des Referats Agrar- und Umweltinformatik bestellt.
Neben den klassischen Versuchsarbeiten im Fachbereich der Grünlandwirtschaft werden im Referat vor allem innovative Technologien wie Satellitenfernerkundung und nicht-invasive Messtechniken eingesetzt und für die praktische Grünlandwirtschaft aufbereitet.

Berkshire1
In Österreich ist die Schweinerasse Berkshire, die als älteste Rasse Großbritanniens gilt, relativ unbekannt. Der Name leitet sich von der Grafschaft Berkshire ab, die westlich von London im Süden Englands liegt.

Optisch fällt sofort der Knick im Rüssel auf, die Tiere sind auch kleiner als unsere heimischen, weißen Rassen. Als besonders delikat gilt das Fleisch, weil es einen hohen Marmorierungsgrad (Fettadern im Fleisch) aufweist. Manche behaupten sogar, Berkshire seien das Kobe-Rind unter den Schweinen. An der HBLFA Raumberg-Gumpenstein gibt es Tiefgefriersamen von den Berkshire Ebern Randy (Foto) und Richie. Nachwuchs aus einer Anpaarung mit weißen Schweinen wird in den nächsten Wochen erwartet.

 
Berkshire2
 
Berkshire3
Berkshire4
 

komp P6070179
Unsere Pflanzenbaumitarbeiter sind derzeit in ganz Österreich unterwegs um unterschiedlichste Wildblumenwiesen zu bonitieren. Wildblumenwiesen sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch ein wichtiger Lebensraum sowie Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Insekten.

Es ist Hauptblütezeit für unsere Wildblumenwiesen 

Derzeit sind unsere Mitarbeiter in ganz Österreich unterwegs um die verschieden Flächen zu bonitieren. Diese Bonituren sind eine wichtige Grundlage für die Erstellung neuer Mischungen, da man die Entwicklung der einzelnen Arten über die Jahre sehr gut beobachten kann. Blühmischung können auf verschiedensten Flächen verwendet werden, egal ob als Begrünung von Straßenrändern, als Ackerrandstreifen oder als Blickfang im Garten. Die verwendeten Blühmischungen sind ausschließlich aus heimischen Wild- und Feldblumen zusammengesetzt. Einmal angelegt kann eine Blühmischung bei richtiger Bewirtschaftung viele Jahre überdauern. Neben den klassischen Bienenweiden gibt es auch verschiedene Möglichkeiten extensive Grünlandbestände wieder mit Wildkräutern aufzuwerten.

 
komp P6120283
Blütznpracht2 kom
 
 

2020 1 Bild Nutztierschutztagung bearb
Mitte Mai 2020 fand an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein die traditionelle Nutztierschutztagung statt, die in diesem Jahr aus gegebenem Anlass erstmals als Webinar durchgeführt wurde. Namhafte Vortragende aus dem In- und Ausland boten rund 150 Online-Teilnehmern ein interessantes Programm.

Es wurden aktuelle Themen im Tierschutz und wesentliche Fachinformationen für die Anwendung von tierschutzrechtlichen Bestimmungen in der Praxis vermittelt und Zusammenhänge zwischen Haltungsumwelt, Tiergesundheit, Stallklima und verfahrenstechnischen Aspekte in der Nutztierhaltung aufgezeigt. In diesem Jahr widmete sich die Tagung unter anderem den Themen Digitalisierung und Tierwohl, Lebensmittelvermarktung im Spannungsfeld, stressfreie Hofschlachtung, Schutz von Schafen in Almhaltung, sowie Tierverhalten und stallklimatischen Aspekten in der Rinder- und Schweinehaltung.

Die Tagungsbeiträge, Präsentationen und Videos zur Tagung können unter www.nutztierschutztagung.at abgerufen werden.

40 2020 bio kleegras

Auch Grünland- und Feldfutter-Saatgut muss ständig an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. In Österreich geprüfte und zugelassene ÖAG-Mischungen zeichnen sich durch einen hohen Qualitätsstandard aus. Die HBLFA Raumberg-Gumpenstein und die ÖAG arbeiten darüber hinaus auch am Ausbau der heimischen Saatgutvermehrung. Jetzt sind erstmals Bio-Feldfuttermischungen in ÖAG-Qualität verfügbar, wobei auch dieses Saatgut bereits überwiegend von heimischen Bio-Bäuerinnen und Bauern vermehrt wird!

43 2020 sueßkartoffel
Eine vielseitige Bereicherung für den Bio-Ackerbau bietet die Süßkartoffel. Durch große Nachfrage am Markt, Abwechslung in der Fruchtfolge und als gute Einkommensquelle ist sie als neue Kultur für viele Betriebe interessant. Wie man damit umgeht und was dabei zu beachten ist, darüber klärt der folgende Artikel auf.

Luquasta bearb
Aktuell findet, unter der Leitung des Diagnostik- und Forschungsinstituts für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Med. Univ. Graz, in Kooperation mit dem Amt der Stmk. Landesregierung Abteilung 15 und unter Beteiligung der Abteilung Tierhaltungssysteme, Technik & Emissionen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein das österreichweit erste Forschungsprojekt zu Bioaerosolen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung statt (Projekt-Akronym Luquasta).

Bei Bioaerosolen handelt es sich im Allgemeinen um luftgetragene Teilchen biologischer Herkunft – im Speziellen sind dies im Luftraum befindliche Ansammlungen von Partikeln, denen Bakterien, Pilze, Viren, Pollen, Zellwandbestandteile oder Stoffwechselprodukte (bspw. Mykotoxine)..

Die Vorgehensweise

Im Rahmen der dreijährigen Projektlaufzeit werden zwei Mastschweine- und zwei Mastgeflügelbetriebe je neun Mal durch ein Messteam besucht und Bioaerosole in der Emission (direkt im Abluftkamin) und in der Immission (in definierten Abständen im Umfeld der Stallungen) erhoben; von Relevanz ist hier die Erfassung von als Leitparameter definierten Bakterien und Pilzen. Die Abteilung Tierhaltungssysteme, Technik & Emissionen zeichnet innerhalb des Projektes für die Akquirierung der Betriebe, das zeitliche Management der Betriebsbesuche, die Betreuung der Emissionsmessstelle sowie die Erhebung relevanter Randparameter (Haltungssystem, Güllemanagement, Anzahl und Gewicht der eingestallten Tiere an den Erhebungstagen etc.), verantwortlich.

Ziel des Projektes

Ziel des Projektes ist die Generierung von spezifischen, österreichischen Datensätzen, die den Status Quo potenzieller Emissionen wiederspiegeln und eine Abschätzung erlauben, ob und in wie weit das nachbarschaftliche Umfeld von Schweine- und Geflügelmastbetrieben mit aus der Tierhaltung stammenden Bioaerosolen belastet ist.

Grundlage für Prognoseberechnungen

Im Rahmen landwirtschaftlicher Bau- bzw. Beschwerdeverfahren kommt dem Thema Bioaerosole – neben der Beurteilung von Geruchs-, Staub-, Schadgas- und Lärmimmissionen – zunehmend größere Bedeutung zu. Luquasta bildet hier, u. A. durch Ableitung von Emissionsfaktoren für Leitkeime, eine Grundlage für zukünftige, realitätsnahe Prognoseberechnungen. Die ermittelten Emissionsfaktoren dienen im Ausbreitungsmodell GRAL als Basis zur Berechnung der flächenhaften Verteilung der fokussierten Bakterien und Pilze im Zielgebiet; von besonderer Bedeutung ist hier die Konvergenz der Ergebnisse des Berechnungsmodells mit den im Felde ermittelten Bioaerosoldaten. Die Modellierung mittels GRAL erfolgt durch die Abteilung 15 des Amtes der Stmk. Landesregierung.

Im Sommer 2020 finden die letzten Vor-Ort-Erhebungen auf den vier Projektbetrieben statt; die Abschlussberichtlegung ist für Frühjahr 2021 geplant.

Ansprechpersonen:       Michael Kropsch Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

                                   Eduard Zentner  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Stressfreie Schlachtung 1
Reduzierung von Stressfaktoren und Verbesserung der Fleischqualität durch Hofschlachtung

Ungewohnte Situationen, wie das Verladen auf einen Anhänger, verursachen beim Tier Stress, wodurch das Hormon Adrenalin ausgeschüttet wird. Sowohl Tierwohl als letztendlich auch die Fleischqualität leiden darunter.

„Initiative für die stressfreie Hofschlachtung“

Aus diesem Grund hat der Verein „Initiative für die stressfreie Hofschlachtung“ aus dem Bezirk Deutschlandsberg einen mobilen Schlachtanhänger entwickelt, der per Anhängevorrichtung eines Autos transportiert werden kann und die Möglichkeit bietet, das Tier in gewohntem Umfeld zu betäuben und am Anhänger zu entbluten.

Durch die Zusammenarbeit mit der HBLFA Raumberg-Gumpenstein ergibt sich für den Verein die Chance, bei der Schlachtung von 15 Rindern, die Stresshormone, Adrenalin und Cortisol im Blut zu untersuchen und die Fleischqualität der Schlachtkörper zu beurteilen.

Genauer Infos vom Verein „Initiative für die stressfreie Hofschlachtung“ unter:

www.stressfrei.st

 

Iriswiese1
Iriswiesen mit der Sibirischen Schwertlilie und Sternnarzisse als Leitarten waren einst prägende Elemente der Kulturlandschaft im Mittleren Steirischen Ennstal. Die farbenprächtigen, kräuterreichen Wiesen besiedelten mäßig feuchte bis mäßig nasse, nährstoffarme Böden, vorwiegend am Talboden der Enns. Sie zählen in der Obersteiermark zu den artenreichsten Pflanzengesellschaften und sind wertvolle Lebensräume für zahlreiche seltene und gefährdete Tierarten. Das Projekt ReKult-Iriswiesen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein zeigt vor, wie Naturschutz und Landwirtschaft funktionieren kann. Rechtzeitig zur Woche der Artenvielfalt zeigen sich die Blühwiesen am Fuße des Grimmings in ihrer ganzen Pracht.  

Aufgrund von Trockenlegungen und Bewirtschaftungsänderungen wurden und werden diese typischen Streuwiesen mit der Sibirischen Schwertlilie (Iris sibirica) und Sternnarzisse (Narcissus radiiflorus) immer mehr zurückgedrängt und sind leider nur noch auf einigen Restflächen zu finden. Umso erfreulicher ist das Interesse einiger LandbewirtschafterInnen, diese Flächen zu erhalten und entsprechend zu pflegen. 

Die Trautenfelser Blühwiesen sind ein gutes Beispiel dafür, wie der Schritt zurück zu mehr Artenvielfalt (grüne Infrastruktur) gelingen, und sie gleichzeitig als Retentionsräume für den Hochwasserschutz (blaue Infrastruktur) dienen können. Die Zusammenarbeit von Landbewirtschafterinnen und -bewirtschaftern und Naturschutz hat im Projekt „ReKultivierung Iriswiesen“ der HBLFA Raumberg-Gumpenstein die vorrangigen Ziele, Brachflächen für die Landwirtschaft wieder nutzbar zu machen und gleichzeitig wertvolle Lebensräume mit einer standortstypischen Artenvielfalt auf den Flächen wieder herzustellen und aufzuwerten. 

Eine Diplomarbeit von den Schülern Andreas Fokter und Martin Hillinger der HBLFA Raumberg-Gumpenstein dokumentiert die wesentlichen Voraussetzungen und die wichtigsten Arbeitsschritte für dieses ambitionierte Vorhaben. Die Maßnahmen auf den Feuchtflächen sind sowohl hinsichtlich der Witterungsverhältnisse durch sanfte Bodenbearbeitung zum richtigen Zeitpunkt und in Bezug auf das Bioinventar auf die einzelnen Arten, wie z.B. Brutvögel, Amphibien oder Haselmaus abzustimmen. Zu berücksichtigen ist, dass die Natur auch Zeit braucht sich wieder zu entfalten. Eine Umfrage zeigt das große Interesse der Bevölkerung und  LandnutzerInnen an der Erhaltung dieser traditionellen Kulturlandschaft am Fuße des Grimmings. 


Blooming Riverbanks komp
Gewässer- und Waldrandstreifen werden in der Kulturlandschaft meist vernachlässigt. Häufig sind sie von Neophyten überwuchert oder werden abgemäht. Durch fehlende oder unregelmäßige Gewässerrandstreifen werden Gewässer unzureichend beschattet, die Wassertemperatur erhöht sich und bringt das natürliche Gefüge aus dem Gleichgewicht. Gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie befinden sich derzeit etwa 60% der österreichischen Gewässer in einem schlechten Zustand.

Lebensraum für Insekten und Kleinstlebewesen

Im Mittleren Steirischen Ennstal hat die Grünlandwirtschaft eine lange Tradition und prägt das Landschaftsbild. Durch die Regulierung der Enns sind unzählige Entwässerungsgräben entstanden, die den Verlauf des Flusses drastisch beeinflusst haben. Lückenhafte Gewässerrandstreifen führen zu Problemen. Dazu gehören der Verlust der pflanzlichen Artenvielfalt durch die Ausbreitung von invasiven Neophyten (insbesondere Drüsiges Springkraut und Japanischen Staudenknöterich), einer erhöhten Wassertemperatur, Stoffeinträge und Erosionen. Neben der pflanzlichen Biodiversität wird durch die Etablierung und Pflege blühender Gewässerrandstreifen, den Insekten und Kleinstlebewesen in der Erde, an Land, in der Luft und im Wasser ihr Lebensraum zurückgegeben.

Unterkategorien