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2020 1 Bergmilchvieh Regensburger
Die Be­wirt­schaf­tung der Berge und Almen ist von un­schätz­ba­rem Wert. Schließlich handelt es sich dabei auch um eine Gewährleistung der Pflege und Erhaltung unserer Kulturlandschaft durch die Bergbäuerinnen und Bergbauern der österreichischen Bergmilchviehbetriebe. Jedoch steht die kleinstrukturierte Berg-Milchviehhaltung vor großen Herausforderungen. So sorgen etwa geforderte Umbaumaßnahmen von ganzjährigen Laufstall- bzw. Auslaufstallsystemen für Verunsicherung.

(Siehe auch https://www.raumberg-gumpenstein.at/cm4/de/aktuelles-lfz/forschung/6364-eip-projekt-berg-milchvieh-zur-unterstuetzung-der-bergbetriebe-)

Bereits im Vorjahr startete an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein das EIP-Projekt "Berg-Milchvieh".  Dabei geht es um die Dokumentation und Evaluierung von baulichen Lösungen der geforderten Umbaumaßnahmen auf Milchviehbetrieben in extremen Berglagen in Österreich. Derzeit beschäftigen sich die ForscherInnen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein unter anderem mit der Erhebung des Tierwohl- und des Emissionsrisikopotentials auf den Betrieben. Anschließend werden diese Ergebnisse ausgewertet. 

Da die Adaptierung des Milchviehstalles besonders im Berggebiet viele Herausforderungen mit sich bringt, werden die Lösungsansätze der Projektbetriebe gesammelt und der Beratung zur Verfügung gestellt. Ein Teil der rund 30 Bergbäuerinnen und Bergbauern, die an diesem Projekt mitwirken, haben ihren Stall bereits umgebaut, die restlichen Umbauten werden im Laufe des Projektes erfolgen. 

 

Bund Länder EU ELER DE farbig 2

 

pic1 Unsichtbares
Abb: Exaktversuchsanlage zur dynamischen Beobachtung der Biomasse- und Qualitätsentwicklung eines Dauergrünlandes. Links: NDVI (Normalized Difference Vegetation Index) berechnet aus Reflexionswerten des nahen Infrarotbereiches und des sichtbaren roten Bereiches; Rechts: Echtfarbenbild, bestehend aus roten, grünen und blauen Reflexionswerten

 

 

Mithilfe einer Multispektralkamera und einer Drohne werden seit kurzem hochauflösende Bilder im sichtbaren Bereich und im nahen Infrarotbereich des Sonnenspektrums auf den Versuchsflächen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein aufgenommen.

Grünlandpflanzen können die Strahlung der Sonne in Abhängigkeit der Wellenlänge entweder absorbieren und für die Photosynthese nutzen, transmittieren, das heißt durch die Blätter hindurchlassen oder reflektieren. Vor allem im sichtbaren Bereich sowie im nahen Infrarotbereich weisen Pflanzen ganz spezifische Reflexionseigenschaften auf. Diese Reflexionseigenschaften können mit geeigneten Sensoren gemessen werden und ermöglichen neue und tiefe Einblicke in biophysikalische Vorgänge des Pflanzenwachstums. So können mit entsprechenden Methoden etwa der Ernährungszustand, die Vitalität, die Trockenheitstoleranz oder auch der Biomassezuwuchs sowie wichtige Qualitätsparameter aus den Daten berechnet werden.

Die erfassten Wellenlängenbereiche sind so gewählt, dass die Spektralkanäle der Sentinel-2 Satelliten mit der Kamera abgedeckt werden können. Auf diese Weise können Ergebnissen aus wissenschaftlichen Exaktversuchen, mithilfe von Satellitendaten auf regionale und überregionale Ebene übertragen werden. Der Sensor wird sowohl auf bereits bestehenden, als auch auf künftigen Versuchsanlagen eingesetzt werden und vor allem den Bereich der nicht-destruktiven Beobachtungen bereichern.

Reflexionsdaten in unterschiedlicher räumlicher Auflösung stellen die Grundlage für die moderne Grünlandwirtschaft dar und sind aus den Digitalisierungskonzepten im Pflanzenbau kaum wegzudenken. Weitere Grundlagen zur Thematik werden im Projekt „SatGrass“ an der HBLFA bearbeitet.  

2020 o IMG 4325 Maringer
Der Europäische Biber tritt entlang des Enns- und Salzatales immer öfter auf und führt teilweise zu Schäden im Bereich der Landwirtschaft und des Hochwasserschutzes. Im mittleren steirischen Ennstal ist die Problematik zwar noch nicht all zu groß aber in weiterer Folge der Verbreitung könnte es auch hier zu Spannungsfeldern zwischen Mensch und Tier kommen.

 

 

 

Bild: Alexander Maringer/Nationalpark Gesäuse

Im INTEREG Projekt Camaro-D (Cooperating towards Advanced Management Routines for land use impacts on the water regime in the Danube river basin) wurden verschiedenste Maßnahmen und Workshops zum Hoch- und Trinkwasserschutz umgesetzt. Das Projekt koordinierte Dipl. Ing. Renate Mayer an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und ein Schwerpunkt stellte das transnationale Best Practice Manual zum Bibermanagement dar, welches von der Stabstelle Akquisition gemeinsam mit apodemus – privates Institut für Wildtierbiologie und Experten aus Rumänien, Tschechien sowie Ungarn verfasst wurde.

Aus diesem Best Practice Manual entstand die Diplommaturaarbeit „Bibermanagement im steirischen Ennstal“ von Julia Holzmüller und Alexandra Golesch aus der 5a-Klasse, die von Mag. Verena Mayer betreut wurde. Die Arbeit beschäftigte sich mit der wissenschaftlichen Kartierung von Bibervorkommen im Ennstal, der Analyse einer Meinungsumfrage, welche unter anderem zur Richtigstellung kursierender Unwahrheiten über den Biber dienen sollte und Vorschlägen für Managementmaßnahmen.

Diese Diplommaturaarbeit wurde an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Das Steirische Ennstal als Lebensraum für den Biber

Die Steirische Enns bietet für den Biber an einigen Stellen nicht nur aufgrund des Nahrungsangebotes, sondern auch durch die langsame Fließgeschwindigkeit optimale Lebensräume. In Stein an der Enns, Niederöblarn, Gstatterboden und Altenmarkt konnten Bibervorkommen dokumentiert werden. Der Bestand an Bibern steigt und mit der zunehmenden Verbreitung korreliert auch das Konfliktpotenzial, welches das Zusammenleben zwischen der Bevölkerung und dem Tier erschweren kann.

Kartierung der Bibervorkommen im Ennstal

 Durch einen speziell dafür angefertigten Bibererhebungsbogen von apodemus und mit der GPS-App „Locus Map“ wurden diverse Biberreviere auf neue Spuren untersucht und dokumentiert.

Ein eher neues Revier findet sich in Niederöblarn (St. Martin am Grimming). Die neuesten Biberspuren wurden dort im Rahmen der Diplommaturaarbeit erfasst und kartiert.

Konflikte

  • Fraßspuren an Gehölzen und Stämmen können zu forstwirtschaftlichen Schäden führen oder sogar eine Gefahr für Menschen darstellen, wenn angefressene Stämme entlang von Wegen instabil werden.
  • Gänge unterhalb von Wegen und Feldern können zum Einsturz des darüber liegenden Bodens führen.
  • Das Fressen von Feldfrüchten stellt ein eher vernachlässigbares Problem dar und der wirtschaftliche Schaden ist eher gering.

 Maßnahmen

  • Bei der Land- und forstwirtschaftlichen Nutzung ist ein Abstand von fünf Metern zum Gewässer einzuhalten, da etwa 90% der Konflikte mit Bibern in dieser Zone auftreten.
  • Auch das Einzäunen von Bäumen und Feldern stellt eine effektive Schutzmaßnahme dar. Für den Schutz von Hochwasserdämmen durch unterirdische Gänge eignen sich Spundwände oder Gitter, die sich v.a. in Rumänien bewährt haben.
  • Das Entfernen von Biberbauten sollte nur als Notlösung betrachtet werden, die Zerstörung von Biberburgen verursacht nur größere Schäden, da sich der Biber dann eine neue Behausung baut.
  • Der Biber ist durch die FFH-Richtlinie streng geschützt, wodurch eine Regulierung des Bestandes verboten ist.

Ergebnisse der Onlineumfrage

An der Umfrage beteiligten sich Personen aus allen österreichischen Bundesländern. Es wurde festgestellt, dass nur wenige Menschen über Biberprämien und Ausgleichszahlungen Bescheid wissen und dass durch den Biber verursachte Schäden in bestimmten Regionen nur wenig bis gar nicht gefördert werden, was wiederum erneut Konfliktsituationen mit sich bringt. Es hat sich auch herausgestellt, dass viele Unwahrheiten verbreitet werden, wie zum Beispiel, dass der Biber auch Fisch frisst. Bewusstseinsbildende Maßnahmen sind daher wichtig, um Konflikte zu minimieren.

Mehr Details zu Konflikten, genaue Beschreibungen der Maßnahmen und die gesamten Ergebnisse der Umfrage und der Kartierung können in der Diplommaturaarbeit nachgelesen werden.

Bei weiteren Fragen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier gehts zur  Diplomarbeit Bibermanagement im steirischen Ennstal 

 

 
2020 1 Dokumentation von Fraßspuren Gstatterboden Golesch

2020 o Bibervorkommen St.Martin Kartierung

Fraßspuren in Gstatterboden                                         Bibervorkommen St. Martin

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„Aus dem Rüssel in die Schüssel – da steckt Vielfalt drin!“ ist ein neues Brennnessel-Projekt von Blühendes Österreich, an dem sich die HBLFA Raumberg-Gumpenstein beteiligt. Ziel ist die Schaffung von Lebensräumen und Nahrung für blütenbestäubende Insekten. Die Aufwertung und Anlage von Blühflächen - mit den herkunftszertifizierten Gumpensteiner Wildblumen-Mischungen - erfolgt durch unsere Schülerinnen und Schülern.

Unter der Anleitung der Experten des Grünlandinstitutes und den BiologielehrerInnen legen die Schülerinnen und Schüler standorttypische Wildblumenwiesen an. Das gelernte Know-how ist für den eigenen Betrieb übertragbar. Vor allem bisher ungenutzte Wegränder oder Parkplatzflächen sollen aufgewertet werden und dienen als sogenannte Trittsteinbiotope. So kann auch ein Blüh-Netzwerk für die Bestäuberarten geschaffen werden. Es werden ausdauernde Wildblumenmischungen (herkunftszertifiziert) aus mehrjährigen einheimischen Gräsern und Kräutern für eine blühende Landschaft mit Bienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen eingesetzt. Der Blumenwiesenlehrpfad mit Informationstafeln zu den Zeigerarten ist dann nicht nur Blickfang, sondern ein praktisches Lehrinstrument für den Unterricht, welches die Pflege dieser Flächen miteinschließt.
Zusätzlich ist der Bau von Insektenhotels mit einfachen Materialien geplant. Hier wird auf die jahrelange Erfahrung vom Alpengarten Bad Aussee zurückgegriffen.

Zum Thema: „Schaffung von Lebensräumen und Nahrungsquellen für Wildbienen“ wird von zwei Schülerinnen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein im Schuljahr 2020/21 eine Diplommaturaarbeit umgesetzt.

Kontaktpersonen HBLFA Raumberg-Gumpenstein: 

Verena Mayer, Koordination Schule: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Wilhelm Graiss, Institut für Pflanzenbau und Kulturlandschaft: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Blühendes Österreich:
https://www.diebrennnessel.at/project/wiki-kindergarten-donnersbachwald-aus-dem-ruessel-in-die-schuessel-da-steckt-vielfalt-drin/

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40 2017 weidefachtage
Auch im heurigen Jahr 2020 veranstalten Bio-Austria, die Agrarpädagogischen Hochschule und das Bio-Institut der HBLFA Raumberg-Gumpenstein gemeinsam neuerlich eine
mehrtägige Weidepraktiker/innen-Ausbildung (4 Module, 7 Tage) für Interessierte aus Praxis, Beratung, Lehre und Forschung.

Fotoquelle: Kurt Krimberger
In einer aktuellen Studie wurden hohe Gehalte an ernährungsphysiologisch wertvollen Fettsäuren in Kuhmilchproben von Praxisbetrieben festgestellt. Vor allem in Bio-Milch, wo auf den Höfen Weide- und Grünfütterung sehr bedeutend ist und weniger Kraftfutter und Maissilage eingesetzt wird, sind beispielsweise die wichtigen Omega-3 Fettsäuren besonders hoch. Neue technische Möglichkeiten ermöglichen jetzt auch in der Routine-Analytik mit Hilfe von Mid-Infrarot-Verfahren Fettsäuregruppen kostengünstig und rasch abzuschätzen. Wie die Ergebnisse einer aktuellen wissenschaftlichen Arbeit der HBLFA Raumberg-Gumpenstein in Zusammenarbeit mit der UNI für Bodenkultur zeigen, können die Daten dieser Schnellmethoden in der Betriebsberatung und bei der Optimierung der Fütterung als Screening-Tool genutzt werden.

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Eine bessere Fleischmarmorierung, d.h. ein höherer intramuskulärer Fettgehalt im Fleisch, wird oft mit einem höheren Genusswert (schmackhafteres, saftigeres, zarteres Fleisch) in Verbindung gebracht. So werben beispielsweise die Rassen Wagyu oder Angus mit der Fleischmarmorierung und insgesamt der ausgezeichneten Qualität des Fleisches. Die Marmorierung wird neben der Rasse/Kreuzung/Genetik aber auch noch von zahlreichen anderen Faktoren mitbeeinflusst (z.B. Geschlecht, Fütterungsintensität, Mastendgewicht, Schlachtalter). Wenn auch nicht in Österreich, so fließt in anderen Ländern (z.B. USA, Kanada, Australien, Japan) die Fleischmarmorierung durchwegs mit in die Schlachtkörperbezahlung ein.

Derzeit läuft am Institut für Nutztierforschung ein Projekt, das anhand von österreichischen Mastversuchen die Zusammenhänge zwischen Fleischmarmorierung und Schlachtleistung (z.B. Fettklasse, Schlachtalter) sowie Fleischqualitätsmerkmalen (z.B. Zartheit, Wasserbindungsvermögen, Fleischinhaltsstoffe) bei österreichischem Rindfleisch beleuchtet. Österreichisches Rindfleisch (Stier, Ochse, Kalbin) hat durchschnittliche intramuskuläre Fettgehalte im Rostbraten und Beiried von 2 bis 4 %, wobei er bei Kalbin und Ochse etwas höher ist als beim Stier. Generell werden bei Mastrindern intramuskuläre Fettgehalte von über 5 % nicht/kaum mit für Österreich typischer Fütterung und den gängigen Rassen erreicht. Bei Jungrindfleisch aus Mutterkuhhaltung- hier sind die Tiere bei der Schlachtung maximal 1 Jahr alt - ist der intramuskuläre Fettgehalt häufig nur bei ca. 1 %. Derzeit ist kein handliches, digitales, preiswertes Gerät zur Fleischmarmorierungs-Beurteilung am Markt. Eine im Rahmen unseres Projektes durchgeführten Mastarbeit an der BOKU zeigt aber, dass auch Konsumenten anhand von Marmorierungsfotos und Beschreibungstabelle (vgl. Frickh et al. 2003 und Ristic 1987) sehr gut den Marmorierungsgrad von Rindfleisch beurteilen können.

 
Rindfleisch Marmorierung 1
Rindfleisch Marmorierung 3
 

 

 

Blattmasse Heutrocknung
Verbesserte Methoden der Futterkonservierung stehen seit jeher im Fokus von Grünlandpraxis und Grünlandforschung. Immer wieder erreichen uns Fragen von Betrieben und aus der Wissenschaft  dazu, „wann und warum“ sich eine Heukonservierung wirtschaftlich rechnet. Entscheidend ist letztlich die Summe aus zahlreichen Faktoren rund um den Grünlandbetrieb und  seine Nährstoffkreisläufe. Denn bei Heuwerbung resultiert nicht einfach Heumilch als vermarktbares Produkt. Vielmehr können bspw. mit einer Entfeuchtertrocknung auch die Flächenproduktivität und  die Einzeltierleistung gegenüber Silagekonservierung steigen, weil die Nährstoffverluste im Futter  geringer sind. Die Differenz kann 500 kg Milch pro Hektar und Jahr ausmachen. Zentrale Vor‐ und  Nachteile der Varianten betreffen also die Vermeidung von Futterverlusten und die Effizienz in der Fütterung.    

Forschungsstand zu wichtigen Effekten

Von zentraler Bedeutung ist, dass man kurze Schönwetterperioden nutzen und Bröckelverluste vermeiden kann, was bei Silagewerbung oft einfacher ist. Aber auch Fermentationsverluste am Lager sind bedeutend, hier hat eine Belüftungs-Heukonservierung Vorteile. Mehrere voneinander unabhängige Forschungsergebnisse zeigen, dass die Verdaulichkeit des Futters und die Futteraufnahme bei gutem Heu höher liegen als bei Grassilagefütterung, und zwar in einer Größenordnung von ungefähr 1 kg Trockenmasse pro Kuh und Tag. Warum zum Fütterungseffekt oft etwas Anderes zu hören und zu lesen ist, ist leicht erklärt: Dieser Effekt gilt nur ceteris paribus, wenn also bspw. das Heu ausgehend vom gleichen Vegetationsstadium („zum gleichen Datum“) geerntet wurde.

Die Heutrocknung erfordert auch meist einen höheren Arbeitszeitbedarf. Allerdings beträgt der Unterschied oft nur 10 % des jährlichen Arbeitszeitbedarfs der Grundfutterproduktion, macht also in Summe nicht viel aus. Als einfaches Beispiel: natürlich wird Heu häufiger gewendet, man spart aber an anderer Stelle, z.B. beim Verdichten, wiederum Zeit ein.

Aktuelle Versuchsdurchgänge

Heubelüftungsanlagen sind energieintensiv, daher erprobt die HBLFA Raumberg-Gumpenstein in Versuchen bereits seit Jahren, und so auch heuer wieder, wie die technische Effizienz verbessert werden kann. Durch die Optimierung konnte der spezifische Energieverbrauch der Gesamtanlage (Entfeuchter und Gebläse) von rund 500 W/kg auf durchschnittlich 350 W/kg abzutrocknendes Wasser reduziert werden. Erreicht wurde diese Effizienzsteigerung durch die konsequente Umluftführung mittels Rollplane an den Boxenrändern und aufgrund der Isolierung der Dachhaut, die über der Trocknungsbox liegt.

Wie rechnet sich das für Betriebe?

Alleine der Umstand, dass sich beide Verfahren, Heu und Silage, etabliert haben, zeigt deren betriebswirtschaftliche Relevanz. Natürlich spielt die Heumilchvermarktung eine Rolle, aber weitaus wichtiger sind die Eckpfeiler des betrieblichen Managements. Eine der zentralen Bedingungen ist immer das „Können“, die Kompetenz der handelnden Personen, egal ob in der Heu- oder Grassilagebereitung und -Fütterung. Wenn das Management stimmt, kann sich ein Verfahren leichter rechnen.

Man kann also nicht allgemein sagen, was die Wirtschaftlichkeit der Heumilchproduktion ausmacht. Es kommt vielmehr allgemein darauf an, wie gut das Management aller Bereiche des eigenen Milchbetriebes läuft, da die Bereiche untrennbar zusammenhängen.

 

 

Grafik Heutrocknung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welchen betrieblichen Teilbereichen kommt eine große Bedeutung zu? Eine Antwort hierauf bietet die Abbildung. Sie zeigt anhand eines mittleren österreichischen Heumilchbetriebs, wie wichtig bestimmte Einflussfaktoren für die Wirtschaftlichkeit sein können.

Monitoring komp ps1
Ziel der EU-Wasserrahmenrichtlinie war es, alle Oberflächengewässer bis 2015 in einen guten ökologischen Zustand zu bringen. In begründeten Fällen ist das Erreichen dieses Zieles bis 2021 bzw. bis spätestens 2027 sicherzustellen. 

Probleme für die Gewässerökologie ergeben sich vor allem durch Phosphor-Einträge über Bodenerosion, Nitrat-Einträge über das Grundwasser und Einträge von Pflanzenschutzmittel. Schwerpunkte des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan 2021 sind die Schaffung und Erhaltung intakter Gewässerlebensräume sowie die Verringerung der stofflichen Belastungen der Oberflächengewässer. Der Einsatz einer Multiparametersonde ermöglicht eine permanente Beobachtung des Nährstoffeintrages in ein Oberflächengewässer und liefert wichtige Informationen über das tagesaktuelle, saisonale sowie auch ereignisbezogene Niveau der Wasserqualität. Die Multiparametersonde ermöglicht Punktmessungen wie auch Langzeitmonitoring in stehenden und fließenden Gewässern. Messbar sind viele verschiedene Parameter, insbesondere Nitrat und Phosphat. Der so ermittelte Nährstoffgehalt ist ein maßgebender Schlüsselindikator für den Gesamtzustand eines Gewässers.

In einem Altarm der Enns werden mit Hilfe dieser Multiparametersonde diffuse Nährstoffeinträge seit Frühjahr 2018 gemessen. 

Kesner Kaspe 01r 2020
Seit 1. Mai 2020 hat Mag. Christian Kasper die Leitung der Abteilung Präs. 4: Schulen, Zentren für Lehre und Forschung, inne.

Das Kennenlernen der Dienststellen ist für ihn ein wichtiger erster Schritt  - so besuchte Mag. Kasper heute die HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Lehre und Forschung präsentierten ihr umfangreiches Leistungsspektrum, gaben ihm aber auch Anliegen auf den Weg nach Wien mit.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit tatkräftigen Umsetzungen.

Bildquelle: HBLFA Raumberg-Gumpenstein

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ClimSchool1
Der Klimawandel erfordert unumstritten Strategien zur Nutzung und dem Schutz unserer natürlichen Ressourcen. Bereits im Vorjahr wurde daher an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein das Projekt „ClimSchool“ ins Leben gerufen, bei dem alle Aktivitäten und Maßnahmen auf eine nachhaltige und langfristige Entwicklung ausgelegt sind. Die enge Vernetzung von Forschung und Lehre mit dem Schwerpunkt Klima steht dabei im Vordergrund.

Seit der Gründung fanden bereits einzelne Workshops und Veranstaltungen statt –Projektunterricht und Praktika in der Forschung ermöglichen den jungen Forscherinnen und Forschern wichtige Beiträge zum Klimaschutz zu leisten. Sie beteiligen sich an bewusstseinsbildenden Maßnahmen, wie zum Beispiel dem Campus Next Generation Gröbming, der Entwicklung regionaler Leitbildkonzepte und sind Multiplikatoren innovativer Bewirtschaftungs- und Produktionsprozesse im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Eine weitere Besonderheit stellen auch Diplommaturarbeiten zu klimarelevanten Themen dar, welche häufig durch die Expertise von führenden Partnern aus Bildung und Wirtschaft unterstützt werden.

Fokus liegt auf Nachhaltigkeit im Alltag

Die Klimabilanzierung der Schule soll dazu beitragen, den Schul- und Internatsalltag nachhaltiger zu gestalten. Maßnahmen, u.a. zum Strom- und Wassersparen, zur Müllvermeidung und -trennung und für einen nachhaltigen Konsum ökologisch wertvoller Lebensmittel werden in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit erhalten.

Initiativen und Projekte zur Förderung der Biodiversität, wie die Schaffung von Blühflächen und Lebensräumen für Insekten, sowie die Beseitigung von Neophyten, der Begrünung von Klassenräumen für ein verbessertes Raumklima uvm. werden in Teamarbeit umgesetzt.

Ein Freiluftlabor am Standort Trautenfels für den Boden-Wasserhaushalt und die Biodiversität im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Landnutzung steht auch für Bildungspartner aus der Region zur Verfügung.

 

     

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Logo Climschool
 
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Fotos @HBLFA Raumberg-Gumpenstein/Verena Mayer

Hier können Sie noch einmal bereits veröffentlichen Inhalte einzelner Workshops und Aktivitäten, die im Zuge des „ClimSchool“-Projektes durchgeführt wurden, nachlesen:


https://www.raumberg-gumpenstein.at/cm4/de/aktuelles-lfz/schule/6497-jugend-workshop-des-regionalmanagement-liezen.html

https://www.raumberg-gumpenstein.at/cm4/de/forschung/forschungsakquisition/389-verw-verwaltung/forschung-macht-schule.html

https://www.raumberg-gumpenstein.at/cm4/de/aktuelles-lfz/schule/6527-insektenverkostung-an-der-hblfa-raumberg-gumpenstein.html

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