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Bio-Fachtag am Moarhof mit Eröffnung der Bio-Stallungen und Hoffest am Bio-Institut der HBLFA Raumberg-Gumpenstein, Trautenfels.

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Bio-Stalleröffnung an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Am 18. Mai 2007 wurden an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein die vollständig adaptierten Stallungen am Bio-Lehr- und Forschungsbetrieb „Moarhof" in Trautenfels offiziell eröffnet. Beim Festakt konnten dabei hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Interessensvertretung,Wissenschaft, Beratung und Lehre begrüßt werden.

Auf großes Interesse stieß der im Anschluss daran stattfindende Bio-Fachtag für die Landwirtschaft. Dabei wurden aktuelle Forschungsergebnisse von Mitarbeitern der HBLFA anschaulich vorgestellt. Das parallel laufende Bio-Hoffest für die KonsumentInnen, welches gemeinsam mit Biolandwirtschaft Ennstal organisiert wurde, stand unter dem Motto „Ein Fest für die ganze Familie". Viele nutzten die Möglichkeit, sich über Biologische Landwirtschaft zu informieren - der direkte Kontakt zwischen Bio-Bauern, Konsumenten sowie Forschung und Lehre bereicherte den Tag.

Raumberg-Gumpenstein setzt auf Bio

Seit dem Zusammenschluss von Forschung und Lehre zur Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein wurden entsprechend dem Auftrag des Bundesministers DI Josef Pröll die Forschungs-, Beratungs- und Lehrtätigkeit für die Biologische Landwirtschaft an der HBLFA ausgebaut. Das neu aufgestellte Bio-Institut hat diesen erteilten Auftrag sehr ernst genommen und neben der räumlichen Veränderung, mit der Verlegung des Standortes an den ehemaligen Lehrbetrieb der Schule, sofort die Errichtung eines eigenen Forschungs- und Lehrbetriebes in Angriff genommen. Es wurden daher in den letzten zwei Jahren an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein diesbezüglich umfangreiche strukturelle, personelle und bauliche Maßnahmen mit großem Engagement und viel Eigeninitiative - bei einem engen finanziellen Korsett - umgesetzt.

In kürzester Zeit wurden auf drei biologisch wirtschaftenden Standorten praxisangewandte Forschungsaufgaben für die österreichische Bio-Landwirtschaft übernommen. Das Bio-Institut arbeitet dabei intensiv mit biologisch wirtschaftenden Betrieben, Beratern, Lehrern, Bio-Austria, Universitäten aus dem In- und Ausland und dem BMLFUW zusammen.

Tiergemäße Stallungen

Im Zuge der Bio-Umstellung war ein Komplettumbau der veralteten Stallungen am ehemaligen Lehrbetrieb der Schule auf Bio-Standard notwendig. Gemeinsam mit Bau- und Bioberatern (LWK-Steiermark: DI Breininger und Ing. Kowatsch, Bio-Austria: DI Köstenbauer), der Baubezirksleitung (Ing. Köberl) und BIG-Services (DI Göschl) wurde von den Mitarbeitern der HBLFA Raumberg-Gumpenstein ein praxisgerechter Stallumbau mit Möglichkeiten für Forschung und Lehre geplant und auch mit viel Eigeninitiative umgesetzt. Der Rinderstall wurde für 30 Milchkühe sowie die weibliche Nachzucht ausgelegt. In einem Rundholzzubau wurde eigenes Schwachholz verwertet und damit der überdachte Liegeboxenbereich südseitig zum bestehenden Stall errichtet. Im bestehenden Altstall wurden der Fressbereich, die Abkalbeboxen, der Melkstand, die Melkkammer, ein Stallbüro sowie ein Schülerraum integriert. Zusätzlich wurden auch die gesetzlich erforderlichen erweiterten Düngerlagerkapazitäten geschaffen sowie die Adaptierungen der Versorgungseinrichtungen (Strom, Wasser, EDV etc.) durchgeführt.

Der vorwiegend für die Lehre genutzte Schweinestall wurde in Form von eingestreuten Schrägbodenbuchten ausgeführt. Entsprechend den Bio-Normen wird dabei allen Tieren jederzeit ein teilweise überdachterAuslauf zur Verfügung gestellt. Der sich daraus ergebende größere Platzbedarf für die 10 Zuchtsauen, deren Ferkel und Mastschweine wurde durch Verlagerung der Legehühnerhaltung in einen fahrbaren Hühnerstall gewonnen. Dieser Hühnerstall wurde im Rahmen eines Schülerprojektes geplant und in Eigenbau errichtet.

Forschung und Lehre

Die Forschung ist bestrebt, dass regionales bäuerliches Wissen erhalten und weiter genutzt werden kann. Die Mitarbeiter beurteilen, prüfen und entwickeln vorhandene Bio-Bewirtschaftungsformen weiter und wollen wichtige standortbezogene Daten für Berater, Lehrer, Bäuerinnen und Bauern sowie Vermarktungsorganisationen und KonsumentInnen bereit stellen. Informationen zu den Forschungsarbeiten können Sie auch auf der Homepage unter www.raumberg-gumpenstein.at entnehmen.

Der Bio-Lehr- und Forschungsbetrieb Moarhof ist aber auch für die praktische Ausbildung der SchülerInnen der HBLFA von großer Bedeutung. Sie sind an der Erzeugung, Gewinnung und Verarbeitung bis hin zum Genuss der Lebensmittel in der Schulküche direkt beteiligt. Dabei kann in der Ausbildung der Jugend der biologische Gedanke weiter gegeben werden. Wie keine andere Form der Landwirtschaft arbeitet die Biologische Landwirtschaft an ganzheitlichen Lösungsansätzen für drängende Zukunftsprobleme. Dabei werden der Boden, die Pflanze, das Tier und der Mensch so weit wie möglich als Einheit gesehen. Heute besteht in der Wissenschaft und Politik Konsens, dass die Biologische Landwirtschaft auf viele offene Zukunftsfragen wichtige Antworten geben kann.