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Aufgrund der schrittweisen Herabsetzung des Einsatzes von konventionellen Futtermitteln im Biobereich auf null Prozent im Jahr 2012 soll ein Eiweißfuttermittel gefunden werden, das im Inland durch den Biobetrieb auf den eigenen Flächen langfristig produziert werden kann. Kleegrassilage und Luzernegrünmehl haben das Potenzial, zugekaufte Eiweißfuttermittel und/oder auch Grundfutterkomponenten in der Ration von Mastschweinen einzusparen.

Projektleiter: DI Marcus Urdl

 

Ziele des Forschungsprojekts:

  • Feststellung der Eiweißverdaulichkeit von Kleegrassilage und Luzernegrünmehl durch Mastschweine
  • Untersuchung der Anpassungsfähigkeit des Verdauungstraktes der Mastschweine an die zu prüfenden Futtermittel im Laufe der Mästung

Durch die EU-Verordnung 2092/91, die den Einsatz von konventionellen Futtermitteln im Biobereich regelt, werden in den nächsten Jahren die maximalen Prozentsätze für den Einsatz von konventionellen Eiweißfuttermitteln bis zum Jahr 2012 schrittweise auf null Prozent gesenkt. Ziel ist es, ein in Österreich produziertes Eiweißfuttermittel zu untersuchen, um zugekaufte Eiweißfuttermittel wie z.B. Sojabohne in der Ration reduzieren zu können. Bei zu geringem Eiweißeinsatz in der Mastschweinefütterung leiden das Muskelansatzvermögen und die Wüchsigkeit. Durch den Versuch soll ein Eiweißfuttermittel gefunden werden, das im Inland durch den Biobetrieb auf den eigenen Flächen langfristig produziert werden kann. Angedacht wird, Klee in Form von Kleesilage und Luzernegrünmehl zu untersuchen. Klee als Grünfutter bzw. Silage wird von Zuchtbetrieben als Beschäftigungsmaterial bzw. als Raufutter zur Magenausbildung eingesetzt. Im ersten Schritt ist es erforderlich, Versuche und Untersuchungen durchzuführen, in welchem Ausmaß das Eiweiß aus der Kleesilage und dem Luzernegrünmehl vom Schwein verdaut werden kann. 
In den derzeit gültigen Futterwerttabellen für Schweine (DLG 1991) existieren keine Verdaulichkeitsquotienten für Kleegrassilage und auch in der internationalen Literatur finden sich nur vereinzelt Studien, bei denen Verdauungsversuche mit diesen rohfaserreichen Futtermitteln durchgeführt wurden.
In weiterer Folge soll der Einsatz von Kleesilage und Luzernegrünmehl in der Praxis getestet werden. 
Neben dem ökologischen Gedanken der Kreislaufwirtschaft kann der betriebswirtschaftliche Vergleich (nach den Praxisversuchen) einen ökonomischen Zusatznutzen für eine Fütterungsvariante ohne bzw. geringerem Zukauf von Eiweißfuttermitteln bedeuten. Klee in der Form von Silage und Luzernegrünmehl könnten als Raufutter zudem einen Beitrag zur Stabilisierung der Darmflora liefern und somit die Tiergesundheit fördern und pathogene Keime hemmen.

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link

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Bestimmung der Eiweißverdaulichkeit von Kleegrassilage und Luzernegrünmehl durch Mastschweine

Urdl Marcus (2008 - 2009)