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Wiesenfutter
Im Rahmen der wissenschaftlichen Tätigkeit "Bewertung internationaler Energie- und Proteinbewertungssysteme" wird der Einfluss von unterschiedlichen Probenvorbereitungen (Frisch, Gefrieren, Gefriertrocknen, Trocknen) bzw. Konservierungsformen (Frisch, Silage, Heu) auf den Gehalt an den Nährstoff-Fraktionen des Cornell-Systems bei Wiesenfutter und Silomais untersucht.

Projektleiter: Univ.-Doz. Dr. Leonhard Gruber

 

 

Die Daten können als Grundlage des CNCPS unter österreichischen Fütterungsbedingungen verwendet werden.

Das Cornell Net Carbohydrate and Protein System (CNCPS) unterscheidet 4 Kohlenhydrat- und 5 Protein-Fraktionen. Die Grundlage für die Zuordnung zu den Fraktionen bildet die Abbaugeschwindigkeit der Nährstoffe im Pansen (SNIFFEN et al. 1992, FOX et al. 2000).

Aus der Abbaugeschwindigkeit (kd) und der Passagerate (kp) lässt sich die Verdaulichkeit der Nährstoff-Fraktionen errechnen, wobei sich aus der Summe der Fraktionen die Gesamtverdaulichkeit ergibt, die auch im CNCPS Grundlage der Energiebewertung ist.

Verdaute Menge = Futtermenge x (kd / (kd  + kp))

Mehrere Untersuchungen zeigen, dass die Konservierung (Grünfutter, Silage, Heu) einen Einfluss auf die Anteile der Nährstoff-Fraktionen (besonders der rasch löslichen Teile) ausübt (ABDALLA et al. 1988, KOHN & ALLEN 1992, MATTHE et al. 1999). Daher ist davon auszugehen, dass auch der Trocknungsvorgang im Zuge der Probenvorbereitung für Mahlen und Analyse den Anteil der Nährstoff-Fraktionen beeinflusst bzw. zu einer Verschiebung der Relationen führt und in weiterer Folge auch die Kalkulation der Verdaulichkeit verfälscht. Das heißt, dass die Analyse der CNCPS-Nährstofffraktionen von Grünfutter und Silagen im frischen oder gefriergetrockneten Zustand erfolgen muss.

Im Rahmen der wissenschaftlichen Tätigkeit „Bewertung internationaler Energie- und Proteinbewertungssysteme" wird der Einfluss von unterschiedlichen Probenvorbereitungen (Frisch, Gefrieren, Gefriertrocknen, Trocknen) bzw. Konservierungsformen (Frisch, Silage, Heu) auf den Gehalt an den Nährstoff-Fraktionen des Cornell-Systems bei Wiesenfutter und Silomais untersucht. Die Daten können als Grundlage des CNCPS unter österreichischen Fütterungsbedingungen verwendet werden.

In diesem Projekt wird der Futterwert von Wiesenfutter in Abhängigkeit von Standort, Nutzungshäufigkeit (2-, 3- und 4-Schnittnutzung) und Düngungsniveau untersucht, wobei ein sehr breiter Bereich an Grundfutterqualität vorliegt. Bei Silomais sind 3 Vegetationsstadien (Milchreife, Mitte Teigreife, Ende Teigreife) von 3 Sorten (FAO 230, 260, 300) auf 3 Standorten (Gumpenstein, Kobenz, Gleisdorf) vorgesehen, um ein breites Futterwertspektrum zu erreichen.

Fragestellung der Untersuchungen ist, in welchem Ausmaß sich unterschiedliche Probenvorbereitungen (Frisch, Gefrieren, Gefriertrocknen, Trocknen) bzw. Konservierungsformen (Frisch, Silage, Heu) auf den Gehalt an den Nährstoff-Fraktionen des Cornell-Systems bei Wiesenfutter und Silomais auswirken.

Bei Wiesenfutter fallen pro Versuchsvariante 27 Proben an (n = 243),
bei Silomais ebenfalls 27 Proben (n = 216).

Wiesenfutter: (2 + 3 + 4) Aufwüchse × 3 Standorte × 9
                         Konservierungen/Probenvorbereitungen = 243

Silomais: 3 Sorten × 3 Veg.stadien × 3 Standorte × 8
                  Konservierungen/Probenvorbereitungen = 216

 

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link

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Bewertung internationaler Energie- und Proteinbewertungssysteme

Gruber Leonhard (2001 - 2003)