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skipDem Institut für Nutztierforschung stehen als Forschungsressourcen neben den erforderlichen Futter- und Auslaufflächen diverse Stallungen für Rinder, Schafe und Ziegen zur Verfügung.
Der Tierbestand setzt sich aus etwa 180 Stück Rindern (davon knapp 70 Milchkühe der Rassen Holstein Friesian, Fleckvieh und Brown Swiss) und etwa 200 Schafen und Ziegen zusammen.
Es werden Exakt- und Haltungsversuche zu den Forschungsfeldern Tierernährung, alternative Rinderhaltung, Herdenmanagement und Schaf- und Ziegenhaltung durchgeführt.

Allgemeine Forschungsziele des Institutes:

  • Tierernährung und Physiologie (Nährstoffbedarf, Futterbewertung in vivo / in situ / in vitro, Laktation und Mobilisation, Futteraufnahme, Ernährung und Tiergesundheit)
  • Alternative Produktionssysteme mit Rindern und Kleinen Wiederkäuern zur Erhaltung der Betriebe und der Kulturlandschaft (Grünland zur Qualitätsfleischerzeugung, Mutterkuhhaltung, Mastsysteme, extensive Schafhaltung, Milchschafhaltung, Einfluss der Beweidung auf die botanische Biodiversität)
  • Einfluss der Tierproduktion auf die Nährstoffbilanz landwirtschaftlicher Betriebe (Umwelteinfluss, Bilanzversuche mit Rindern und Schafen)
  • Erarbeitung von Produktionsdaten als Basis für wirtschaftliche Modellrechnungen und Entscheidungen
  • Einfluss der Ernährung auf die Qualität der Produkte (Fettsäuren in Milch und Fleisch, Fleisch aus alternativen Produktionssystemen und Produktionsnischen)

Institutsleitung:

Wissenschaftliche Mitarbeiter:

DI Christian Fasching
Tierernährung

Ing. Anton Schauer
Tierernährung

Dr. Margit Velik
Alternative Rinderhaltung und Produktqualität

DI Georg Terler
Alternative Rinderhaltung und Produktqualität

Roland Kitzer
Alternative Rinderhaltung und Produktqualität

Johann Häusler
Alternative Rinderhaltung und Produktqualität

Dr. Ferdinand Ringdorfer
Schafe und Ziegen

Reinhard Huber
Schafe und Ziegen

Mitarbeiter:

Abteilung für Tierernährung

Forschungsziele:

  • Untersuchungen zur Nährstoffmobilisation während der Laktation bei Milchkühen
  • Einfluss des Vegetationsstadiums von Grünland auf Futteraufnahme, Verdaulichkeit, Wiederkauaktivität, Pansen-und Blutparameter sowie Milchqualität
  • Futteraufnahme, Verdaulichkeit (in vivo) und Abbaubarkeit (in situ und in vitro) von Futter bei unterschiedlichem Vegetationsstadium
  • Bewertung von Kraftfutter sowie Silomais und Grünlandfutter auf Basis der in situ-Methode und des Cornell Net Carbohydrate and Protein Systems
  • Schätzung der Futteraufnahme bei Milchkühen
  • Einfluss der Proteinversorgung auf Futteraufnahme, Milchleistung, Pansen- und Blutparameter sowie N-Ausscheidung bei Milchkühen

 

Leitung:

DI Christian Fasching
Tierernährung

Mitarbeiter:

1 kuh fressen

Die Ernährung von landwirtschaftlichen Nutztieren steht in einem Spannungsfeld, das einerseits durch den Nährstoffbedarf der Tiere und andererseits durch die ökologischen und ökonomischen Aspekte der Fütterung gekennzeichnet ist. Als Forschungsschwerpunkt der Abteilung ist die Wiederkäuerernährung zu sehen. In diesem Zusammenhang werden Nähr- und Mineralstoffbedarf, physiologische Aspekte der Verdauung und weiterreichende Themen betrachtet. Dazu gehören z.B. die Futterbewertung und Nährstoffbilanzierung (Stickstoffausscheidungen in Bezug auf ihre Umweltverträglichkeit).

Die Charakterisierung und Bewertung von Grund- und Kraftfutter mit international anerkannten Verfahren stellt eine wissenschaftliche Grundlage für die Interpretation von Versuchsergebnissen dar. Zu den diesbezüglich eingesetzten Methoden zählen die Messung der Verdaulichkeit von Rohnährstoffen an Hammeln, die Ermittlung der ruminalen Abbauparameter von Futtermitteln (in situ und in vitro) sowie die Kohlenhydrat- und Proteinfraktionierung nach dem Cornell Net Carbohydrate and Protein System. Da die Optimierung der Fütterung in direktem Zusammenhang mit der Wirtschaftlichkeit von rinderhaltenden Betrieben steht, werden die Ergebnisse der Futterbewertung nicht nur in wissenschaftlichen Arbeiten, sondern in geeigneter Form auch für BeraterInnen und LandwirtInnen aufbereitet und veröffentlicht.

Die Futteraufnahme von Milchkühen ist in vielerlei Hinsicht von entscheidender Bedeutung. Daher widmet sich die Abteilung für Tierernährung eingehend Forschungsfragen aus diesem Bereich (Einfluss des Vegetationsstadiums von Grünland sowie Einfluss der Proteinversorgung). Ein aktuelles Projekt beschäftigt sich mit der Nährstoffmobilisation von Milchkühen während der Laktation, um das optimale Energieniveau, eines der zentralen Themen in der Milchviehfütterung, abzuleiten. Neben den für die Praxis immer relevanten Daten zur Milchleistung und Milchqualität wird bei den Versuchen auch ein Fokus auf die Beziehungen zwischen Ernährung und Tiergesundheit (Auswirkungen auf den Stoffwechsel, Klauengesundheit etc.) gelegt. Ebenso wird der Einfluss der Ernährung auf die besonders für KonsumentInnen wichtige Produktqualität (z.B. die Fettsäuremuster in Milch und Fleisch) geprüft.

Abteilung für alternative Rinderhaltung und Produktqualität

Forschungsziele:

  • Optimierung von Fleischproduktionssystemen mit Schwerpunkt Rindermast (Stier, Ochse, Kalbin, Kalb)
  • Einfluss von Fütterungsregime und Genetik auf die Mast- und Schlachtleistung sowie die Fleischqualität von Rindern
  • Mutterkuhhaltung, Kälber-, Einsteller- und Jungrindproduktion
  • Weidehaltung von Milch- und Mutterkühen, Kälbern, Kalbinnen und Masttieren, Weidemanagement
  • Einfluss des Produktionssystems (insbesondere Fütterung) auf die Produktqualität von Fleisch und Milch
  • Fleischqualität von Frischfleisch (Rind, Schaf, Ziege, Schwein, Wild)
  • Fettsäurenmuster in Fleisch- und Milchprodukten

Leitung:

Dr. Margit Velik
Alternative Rinderhaltung und Produktqualität

Mitarbeiter:

Image

In Österreich hat neben der Milchviehhaltung die Rindermast (vorwiegend intensive Stiermast) eine große Bedeutung. Steigende Energie- und Kraftfutterpreise, sinkende Produktpreise und das verstärkte Interesse des Konsumenten an der Produktionsweise ("Prozessqualität") führen auch in diesen Produktionsbereichen zu einem steigenden Interesse an extensiveren Systemen. Für diese Systeme eignen sich insbesondere Kalbinnen, Ochsen und Jungrinder aus der Mutterkuhhaltung. In der Abteilung Alternative Rinderhaltung und Produktqualität werden Projekte zum Einfluss von Fütterungsregime und Genetik auf Mastleistung (Tageszunahmen, Futteraufnahme, etc.), Schlachtleistung (Ausschlachtung, Fettanteil, wertvolle Teilstücke, etc.) und Fleischqualität (Zartheit, Farbe, Wasserbindungsvermögen etc.) durchgeführt. Aufgrund der begrenzten baulichen Kapazitäten für Mast- und Mutterkuhversuche sind Kooperationen mit landwirtschaftlichen Schulen, Praxisbetrieben und Schlachthöfen willkommen.

In Österreich ist die Weidehaltung stark rückgängig. Neue interessante Weidesysteme in Verbindung mit dem Low Input-Denkansatz machen die Weidehaltung wieder zunehmend interessant. Deshalb werden seit einigen Jahren insbesondere am Bio-Institut der HBLFA Raumberg-Gumpenstein (Weidehaltung von Milchkühen) aber auch in der Abteilung Alternative Rinderhaltung und Produktqualität Projekte zu diesem Thema durchgeführt. In enger Zusammenarbeit mit den anderen Instituten der HBLFA Raumberg-Gumpenstein werden Fragen zur Weideführung und Ergänzungsfütterung sowie zur Fruchtbarkeit, Tier- und Klauengesundheit bearbeitet.

Für die Wertschöpfung der heimischen Landwirtschaft ist es wichtig, das Produktionssystem mit der Qualität der erzeugten Produkte zu verknüpfen und dies auch bis zum Konsumenten zu transportieren (Prozess- vs. Produktqualität). Deshalb werden seit 2007 verstärkt Projekte zum Thema Qualität landwirtschaftlicher Erzeugnisse (derzeit insbesondere Fleischqualität von Wiederkäuern und Fettsäurenmuster in Fleisch und Milch) bearbeitet.

Basis für die umfangreiche Versuchstätigkeit im gesamten Bereich der Nutztierforschung stellt die Versuchswirtschaft dar. Sie umfasst eine landwirtschaftliche Nutzfläche von etwa 85 ha und einen Viehstand von rund 170 Rindern (davon 65 Milchkühe) und ist organisatorisch der Abteilung Alternative Rinderhaltung und Produktqualität zugeteilt.

Abteilung für Schafe und Ziegen

Forschungsziele:

  • Einfluss der Futterqualität und Fütterungsintensität auf die Futteraufnahme und Milchleistung von Schafen und Ziegen
  • Optimale Produktionssysteme für die Erzeugung von Lammfleisch bester Qualität mit Bergschaf und Merinolandschaf
  • Ökonomische Parameter in der Burenziegenzucht
  • Rekultivierung von ehemaligen Almweiden mit Burenziegen und Schafen
  • Ökologische und ökonomische Auswirkungen extensiver Grünlandbewirtschaftungssysteme zur Erhaltung der Kulturlandschaft
  • Fleischleistungsprüfung bei Schafen

Leitung:

Dr. Ferdinand Ringdorfer
Schafe und Ziegen

Mitarbeiter:

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Die kleinen Wiederkäuer Schaf und Ziege werden immer wieder genannt, wenn es um Fragen der Offenhaltung unserer Kulturlandschaft geht, speziell im Berggebiet. In der Abteilung für Schafe und Ziegen werden schwerpunktmäßig Fragen der Nutzung des alpinen Grünlandes mit Schafen und Ziegen bearbeitet. Bei allen Fragestellungen steht jedoch immer das Produkt im Vordergrund. Schafe und Ziegen liefern hochwertige Nahrungsmittel, sowohl Fleisch als auch Milch. Die besonderen Vorzüge, die naturnahe Erzeugung dieser Produkte und auch die positiven Auswirkungen auf die Kulturlandschaft gilt es besonders hervorzuheben.

Die inhaltlichen Fragen und Aufgabenstellungen kommen vorwiegend aus der Praxis. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Schaf- und Ziegenzuchtverbänden. Die Abteilung ist als Projektpartner auch international sehr gefragt und derzeit im Interreg IIIB Projekt „Alpinet Gheep" beteiligt, in dem es um ein Netzwerk zur Förderung der Schaf- und Ziegenhaltung im Alpenraum geht.

Referat für Versuchsauswertung und Automatisierung

Leitung:

Andrea Adelwöhrer
Nutztierforschung

Mitarbeiter:

Royer Martin

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Das Referat für Versuchsauswertung und Automatisierung ist ein „operatives Referat". Als „Dienstleistungsunternehmen" unterstützt es die drei Abteilungen des Institutes. Im Wesentlichen werden von den MitarbeiterInnen des Referates folgende Aufgaben durchgeführt:

 

 

  • Errichtung und Erhaltung von komplexen elektronischen Datenerfassungssystemen
  • Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle
  • Projektüberwachung hinsichtlich Datenerfassung, Datenfluss und Datenauswertung
  • Entwicklung und Durchführung neuartiger in vitro- und in situ-Methoden auf biochemischer oder enzymatischer Basis mit dem Ziel der Energiebewertung von Futtermitteln als Basis für das österreichische Futtermittelgesetz
  • Betreuung der EDV-Systemkomponenten
  • Koordination fachlicher Systemlösungen