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Projektleiter:  Dr. Wilhelm Graiss

Das vorhandene Saatgut an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein befindet sich zur Zeit in einem Kühllager mit einer Temperatur von 4 °C und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 50 %. Diese Bedingungen ermöglichen eine Lagerung mit ausreichender Vitalität von bis zu 20 Jahre.

Da die meisten Sammlungen und Reproduktionen schon ca. 15 Jahre zurückliegen, ist eine Überführung des Materials mit einer gleichzeitigen detaillierten Beschreibung nach internationalen Richtlinien unumgänglich. Die Zielsetzungen gehen mit denen des Global Plan of Action (auf der 4. Technischen FAO-Konferenz in Leipzig 1996 von allen FAO-Mitgliedsländern einstimmig verabschiedet) konform: Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen für Landwirtschaft zur fortgesetzte Nutzung.

Der Erhalt dient drei Komponenten:

1. der Pflanzenzüchtung

2. der direkten Verwendung oder Rückführung in die Landwirtschaft

3. für wissenschaftliche Zwecke.

Fortgesetzte Nutzung heißt, ein Reservoir an genetischen Ressourcen für Landwirtschaft und Züchtung bereitzustellen, aber auch die Weiterentwicklung der Landwirtschaft mit einer breiten biologischen Diversität an Varietäten und Arten zu ermöglichen, um damit die Ernährung (im Hinblick auf Ertrag, Qualität, Resistenz, Adaption an gegebene oder sich ändernde Klima- und Umweltbedingungen usw.) zu sichern. Einen wichtigen Aspekt dabei stellt die Erhaltung der Stabilität des Ökosystems dar, ein Teil dessen auch die Landwirtschaft ist.

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link

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Ausbau und Erweiterung des Langzeitlagers für Saatgut von Gräsern und kleinkörnigen Leguminosen

Graiss Wilhelm (2010 - 2012)