Niedrige Luftraten im Winter führen zwangsläufig zu einer schlechten Stallluftqualität. Insbesondere hohe Wasserdampf-, Kohlendioxid-, Ammoniak-, Schwefelwasserstoff-, Staub- und Keimkonzentrationen werden für das Auftreten von Atemwegserkrankungen verantwortlich gemacht. Bereits im Forschungsprojekt AL 60296 zeigte sich, dass die Luftgüte zwar auf gesunde Ferkel keinen nachweislichen Einfluss hat, sehr wohl aber auf die Leistung.
Die Auswirkung von Stalltemperatur und Luftqualität auf die Gesundheit und Leistung von Mastschweinen
Die Auswirkung der Luftgüte unter ansonsten standardisierten Stallklimabedingungen wurde bereits im Forschungsprojekt AL 60296 wissenschaftlich abgesichert. Dabei hat sich gezeigt, dass bei Einstallung gesunder Ferkel keine nachfolgenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen nachweisbar sind, während es doch zu erheblichen Leistungseinbußen kommt. Insgesamt ist jedoch festzuhalten, dass der Zusammenhang zwischen Stalltemperatur, Stallluftqualität, Atemwegserkrankungen und Mastleistung derzeit noch wenig erforscht ist. In Österreich verfügt bei weitem nicht die Hälfte der Mastschweinestallungen über eine Heizmöglichkeit (KONRAD, 1997). Für die Gesamtwärmebilanz der Gebäude stellen die Lüftungswärmeverluste den mit Abstand größten Verlustposten dar, d.h. über die zugeführte Frischluftmenge kann auf die Stalltemperatur und auf die Luftgüte der entscheidende Einfluss ausgeübt werden. Unter diesen Gegebenheiten stellt sich für die Praxis die wichtige Frage: „Soll bei extremen Außenbedingungen eine bestimmte Stalltemperatur um den Preis einer sich verschlechternden Luftgüte beibehalten werden, oder ist einer hohen Luftqualität auf Kosten der Stalltemperatur der Vorzug zu geben?" Mit anderen Worten: Was ist für Gesundheit, Leistung und Wohlbefinden der Tiere im Winter günstiger: warm bei schlechter Luft, oder kühl bei guter Luft? Diese Frage ist vor allem auch für Biobetriebe von zentraler Bedeutung, weil in den dort verwendeten Stalleinheiten und Haltungssystemen eine Heizungsanlage üblicherweise nicht zum Einsatz kommt. Vom Verhalten der Tiere lassen sich auch wichtige Hinweise auf die derzeit nur schwer einschätzbare tierschutzrechtliche Einordnung dieser Stallklimazustände gewinnen. Diese Zusammenhänge werden immer bedeutsamer. Die Versuchsfrage ist nicht nur für den Betriebserfolg der Mastschweinehalter ganz entscheidend, sondern hat hinsichtlich des Tierschutzaspektes auch eine enorme gesellschaftspolitische Relevanz.
Die schwersten Fehler bei der Zuluftführung Top Agrar Österreich, Heft 5/2011, S. 11-13 Filename: fodok_3_9721_11_13.pdf Filesize: 271,32 KB
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Stallklima - ein wichtiger Faktor in der Schweineproduktion Informationsveranstaltung Lagerhaus Traunviertel, Pettenbach Filename: fodok_3_7517_m_senbacherjan10pettenbachpdf.pdf Filesize: 1,58 MB
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Lüftungstechnische Anforderungen, Details und Daten einer Messreihe aus dem Wartestall Bericht über die Bautagung Raumberg-Gumpenstein: Technik in der Rinderhaltung – Emissionen – Rahmenbedingungen für die Schweinehaltung Filename: fodok_3_6827_moesenbacher.pdf Filesize: 182,85 KB
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Problemlose Schweineproduktion durch optimierte Lüftung Garant Fachstammtisch, Gaspoltshofen Filename: fodok_3_6831_m_senbacherjan09.pdf Filesize: 3,4 MB
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Luftkühlung im Schweinestall Tagungsbeilage Agrarforum Filename: fodok_3_1719_Stallkluehlung.pdf Filesize: 159,08 KB
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Luftkühlung im Schweinestall Schweinefachtage 2006 Wolfpassing Filename: fodok_3_1718_Stallkuehlung_pdf.pdf Filesize: 2,09 MB
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Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link