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Forschung zum Anfassen!
Tierhaltung und Gartenbau am LFZ Raumberg-Gumpenstein – Forschungsausflug der Ersten Klasse der VS Irdning am 5. Mai 2011

Unter dem Schwerpunkt „Forschung zum Anfassen“ besuchten alle 25 SchülerInnen der ersten Klasse der Volksschule Irdning mit ihrer Klassenlehrerin Frau Wilma Pöllinger und Frau Karin Bischof am 5. Mai das Lehr- und Forschungszentrum Raumberg-Gumpenstein!

Großes Interesse weckten zuallererst die zwei kräftigen Pferde am Gelände des LFZ. Ein Noriker, bekannt als mittelschweres, kräftiges und sehr ausdauerndes Gebirgskaltblutpferd, welches für die Holzrückung im eigenen Lehrforst der Schule Raumberg eingesetzt wird. Das zweite Pferd ist ein Haflinger, auch er ist ein Gebirgspferd der in Österreich früher als Zugpferd und für landwirtschaftliche Arbeiten im Einsatz war. Heute ist er vor allem ein robustes Freizeitpferd.

Im Schaf- und Ziegenstall konnten die Kinder die Jungtiere besichtigen und die Menge einer Tagesration Futter abwägen. Die aktuellen Forschungsversuche wurden durch Reinhard Huber in verständlichen Worten vorgestellt. Die Tiere haben alle ihre eigenen Fressplätze mit gleichen Futterrationen, sie glauben aber, dass ihre Nachbarn immer etwas Besseres zum Fressen haben und wollen dieses Futter stehlen. Die Kinder standen unter ständiger Beobachtung vom großen Ziegenbock, der seine Herde bewacht und beschützt. Die Tiere kommen jeden Tag auf die Weide, die in verschiedene Koppeln unterteilt ist.

Bei den Kälbern und Rindern war es ähnlich spannend. Marc Urdl erklärte den SchülerInnen die unterschiedlichen Fütterungsversuche. Die Qualität von Fleisch und Milch hängt vom Futter ab. Er informierte, warum ein paar Kühe „einen Deckel“ am Rücken haben. Er dient zur genauen Messung der Inhaltsstoffe der Magensäfte. Daran kann man erkennen, wie gut eine Kuh das Futter verwertet bzw. verdaut. Jede Kuh hat einen elektronischen Scanner umgehängt und die Tiere merken sich Symbole, um ihren eigenen Fressplatz zu identifizieren. Die Intelligenz der Tiere beeindruckte die Kinder. Im Auslauf vom neuen Forschungsstall konnten die Kinder auch beobachten, wie ein breiter Schieber automatisch die Bodenfläche in regelmäßigen Abständen reinigt.

Der nächste Exkursionsstandort war der Folientunnel der Lebenshilfe Stainach. Unter der Leitung von Birgit Eker und ihren MitarbeiterInnen ist das Gartenbauprojekt eine Bereicherung für Jung und Alt. Nach einer kräftigen, gesunden Jause mit frischem Brot, Kräutern aus dem Garten und selbst gemachten Obstsäften (bereitgestellt von einem Elternteil) besichtigten die Kinder die Aufzuchtstation von Gemüsepflanzen im Folientunnel, das Nützlingshaus, die Kräuterschnecke, die Hochbeete und den Bauerngarten. Als Abschlussgeschenk, rechtzeitig vor Muttertag, konnten die jungen BesucherInnen sich noch ein Muttertagsgeschenk in Form einer Tomatenpflanze oder einer Blume aussuchen.

Am Ende wurde das Wissen der Kinder noch durch ein kleines Fragequiz getestet. Beeindruckend, was sich die Erstklasser an diesem Vormittag alles gemerkt haben!