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BE-NATUR -
Transnationales Management von NATURA 2000 Gebieten

Programm: INTERREG Südosteuropäischer Raum
Laufzeit: Februar 2011 bis Jänner 2014
Partnerländer: Ungarn, Italien, Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Österreich
Webpage: www.be-natur.it

 


Übersicht:


 

Ziele des Projektes:

  • ein verbessertes, einheitliches Management für die Natura 2000 Gebiete, primär fokussierend auf Feuchtgebiete
  • dem Biodiversitätsverlust entgegenzuwirken (durch richtiges Flächenmanagement)
  • die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung - Aufmerksam machen auf den Wert und die Wichtigkeit der Naturgebiete (Schutzgebiete, Natura 2000 Flächen) für den Erhalt der biologischen Artenvielfalt (Biodiversität)

In ausgewählten Europaschutzgebieten erfolgt die Wiederherstellung und Erhaltung von Lebensräumen sowie die Wiedereinführung von und Verbesserung der Lebensbedingungen für Arten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutz-Richtlinie. Für Österreich sind vor allem Feuchtgebiete und Moorstandorte für das Management von Bedeutung. Diese Ziele sollen durch die Definition gemeinsamer Aktionspläne und einer Strategie zur Erhaltung des Naturerbes und der Natur- und Kulturlandschaft im Südosteuropäischen Raum erreicht werden.

 

News und Aktuelles:

Treffen der Arbeitsgruppe zu den Habitaten 7210 und 7230 (11. Juli 2012)
Ziel der Arbeitsgruppe ist die Erstellung eines gemeinsamen, transnationalen Aktionsplans für die Habitate 7210 (Kalkreiche Niedermoore mit Cladium mariscus und Arten von Caricion davallianae) und 7230 (Kalkreiche Niedermoore).
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Walderlebnistag - Biodiversität im heimischen Gebirgswald (28. Juni 2012)
Im Rahmen der Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung (WP5) organisierte das LFZ Raumberg-Gumpenstein für die 2a-Klasse der Volksschule Irdning einen Walderlebnistag im Lehrforst.
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Naturerlebnistag Kainischmoos - Biodiversität im Hochmoor (6. Juni 2012)
Im Rahmen der Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung (WP5) nahmen die jungen Forscherinnen und Forscher der Volksschule Wörschach am Naturerlebnistag im Kainischmoos teil.
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Drittes Partnermeeting in Griechenland (5.-7. Juni 2012)
Die Projektpartner trafen sich in Preveza, um die Fortschritte des Projektes zu diskutieren und gemeinsam an der Entwicklung einer transnationalen Strategie für besseres Management von Natura 2000 Flächen zu arbeiten. Es erfolgten die ersten Schritte für die Erarbeitung der gemeinsamen Aktionspläne.
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Naturerlebnistag am Fuße des Grimmings (5. Mai 2012)
Bewusstseinsbildung und Wissenstransfer waren die zentralen Ziele bei der Eröffnung der Schautafel auf der Be-Natur Pilotfläche "Ennsaltarme bei Niederstuttern", einem bedeutenden Natura 2000 Gebiet im streirischen Ennstal.
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Zweites Partnermeeting in Italien - Auswahl der Lebensräume und Arten (14.-16. Februar 2012)
Im Rahmen des zweiten Projektmeetings wurden gemeinsame Lebensräume und Arten für die Erstellung von Aktionspläne ausgewählt sowie die entsprechenden Arbeitsgruppen eingeteilt. Das LFZ Raumberg-Gumpenstein ist Mitglied in der Arbeitsgruppe für Kalkreiche Niedermoore (Nr. 7210 und 7230).
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Kick-off Meeting in Ungarn (5.-7. September 2011)
Beim ersten Meeting der Projektpartner in Ungarn stand vor allem das Kennenlernen sowie das gesamtheitliche Projektmanagement im Vordergrund. Die ersten Deadlines wurden fixiert und die zukünftige Vorgehensweise festgelegt.

 

 Das Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000:

Natura 2000 ist ein EU-weites Schutzgebietsnetzwerk zur Förderung und Erhaltung von Lebensräumen und Arten. Die Umsetzung erfolgt durch die Europäische Kommission gemeinsam mit den jeweiligen Mitgliedsstaaten. Grundsätzlich ist zwischen zwei Schutzgebietstypen zu unterscheiden:

  • Gebietsschutz nach FFH-Richtlinie = Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie 92/43/EWG des Rates)
  • Gebietsschutz nach Vogelschutzrichtlinie = Besondere Schutzgebiete (Richtlinie 79/409/EWG des Rates ersetzt durch die Richtlinie 2009/147/ EG des Europäischen Parlaments und des Rates)

Die Ausweisung der Gebiete erfolgt je nach zu schützender Art oder Lebensraum (= Schutzgüter). Innerhalb der Gebiete sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, den günstigen Erhaltungszustand der Lebensräume und Arten zu bewahren oder wiederherzustellen. Aktivitäten, welche die Schutzgüter erheblich gefährden könnten, müssen demnach vermieden werden.
Für alle gemeldeten Schutzgebiete existiert eine Berichtspflicht gegenüber der EU. Dabei muss die Entwicklung der Natura 2000 Gebiete in sechsjährigen Abständen dokumentiert werden. Die Bewertung erfolgt aufgrund eines dreistufigen Ampelschemas, wobei grün für einen günstigen, gelb für einen ungünstigen/unzureichenden und rot für einen ungünstigen/schlechten Erhaltungszustand steht. Daneben gibt es noch weiß, für Gebiete in denen die Entwicklung unbekannt ist.

Ein laufendes, flächendeckendes Monitoring der zu schützenden Lebensräume und Arten soll Auskunft über die Wahrung des Erhaltungszustandes geben.

  • Wie geht es den Schutzgütern?
  • Wurden die Maßnahmen umgesetzt?
  • Hatten sie den gewünschten Erfolg?
  • Sind zusätzliche Maßnahmen notwendig?

Die Länder sind zur Umsetzung der Natura 2000 Anforderungen verpflichtet, da ansonsten hohe Strafzahlungen des Landes an die EU ausgesprochen werden. In Österreich gibt es derzeit 220 terrestrische Europaschutzgebiete, davon liegen 41 in der Steiermark.

 

 Pilotgebiete der HBLFA Raumberg-Gumpenstein:

Sowie weitere Europaschutzgebiete im Ennstal zwischen Pruggern und Selzthal

Natura 2000 Gebiet "Ennsaltarme bei Niederstuttern"
Das Europaschutzgebiet liegt im steirischen Ennstal, im Bezirk Liezen, auf einer Seehöhe von 640 m. Die Flächen (rund 7 ha) sind Eigentum des Naturschutzbundes Steiermark und werden nach naturschutzfachlichen Richtlinien bewirtschaftet. Die Böden – vergleyte graue Auböden und Augleye – entstanden durch periodische Überflutungen, aus Ablagerungen von Gesteins- und Bodenmaterial der Enns. Das Mittlere Steirische Ennstal ist durch ein winterkaltes, sommerkühles, relativ niederschlag- und schneereiches Klima charakterisiert.
Die Trautenfelser Naturschutzflächen sind durch einen relativ hohen Grundwasserstand und deutlichen Grundwassereinfluss geprägt. Die wichtigsten Vegetationstypen sind daher ein- und zweimähdige Feuchtwiesen, Streuwiesen, Schlankseggen-Sümpfe, Schilf-Röhrichte, Weiden-Gebüsche und Auwald-Reste. Das Landschaftsbild prägen vor allem die Iris-Wiesen, die Ende Mai blühen.

Auch Kleingewässer tragen zur großen Vielfalt an Lebensräumen bei. Daher weisen die Trautenfelser Naturschutzflächen eine hohe Diversität an Pflanzen- und Tierarten auf, darunter auch sehr seltene und gefährdete Arten.

Mit den Trautenfelser Naturschutzflächen werden primär folgende Ziele verfolgt:

  • Erhaltung und qualitative Verbesserung der vielfältigen Lebensräume durch standortangepasste extensive Bewirtschaftung als Grundvoraussetzung für eine hohe Biodiversität
  • Schaffung von optimalen Standorts- und Lebensbedingungen für seltene und gefährdete Vegetationstypen, Pflanzen- und Tierarten
  • Bereitstellung der Flächen für Forschung und Bildung

 

 

Arbeitspakete / Workpackages:

    WP0 - Projektvorbereitung
    • 0.1: Vorbereitung der Expression of Interst
    • 0.2: Vorbereitung der Application Form
    WP1 - Transnationales Projekt- und Finanzmanagement
    • 1.1: Projekt- und Finanzmanagement
    • 1.2: Steuerung und Monitoring der Projektumsetzung
    WP2 - Öffentlichkeitsarbeit
    • 2.1: Externe mediale Kommunikation und Verbreitung
    • 2.2: Externe nicht-mediale Kommunikation und Verbreitung
    WP3 - Strategien und Tools für ein verbessertes Management von Natura 2000 Gebieten
    • 3.1: Definition von Lücken im Management und in der Implementierung von Natura 2000 Flächen
    • 3.2: Definition eines "Joint Transnational Action Plans" für gemeinsame Lebensräume bzw. Gruppen von Lebensräumen und Arten
    • 3.3: Transnationales Tool und Strategie für ein besseres Management und Implementierung von Natura 2000 Flächen
    • 3.4: Transnationaler Erfahrungsaustausch für ExpertInnen
    WP4 - Implementierung der Strategien und Tools und Wissensmanagement
    • 4.1: Trainings mit lokalen ExpertInnen
    • 4.2: Implementierung der "Joint Transnational Strategy" durch direkte Interventionen
    • 4.3: Implementierung der "Joint Transnational Strategy" durch indirekte Interventionen
    • 4.4: Monitoring der Ergebnisse

WP5 - Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung und Förderung von nachhaltigem Tourismus

  • 5.1: Erstellung und Verbreitung von didaktischem Material für verschiedene Zielgruppen
  • 5.2: Organisation von Workshops und didaktischen Führungen

 

Ergebnisse:

 

Arbeitsgruppen zu den ausgewählten Lebensräume und Arten:

  Habitat Arbeitsgruppe Koordinator
1 - Lebensräume in Küstenbereichen
und Halophytische Vegetation


2 - Dünen an Meeresküsten
und im Binnenland
  • Ravenna Provincial Administration
  • Strandja Nature Park
  • Veneto Regional Administration
  • Torre Guaceto
  • Delta Danube National Institute for Research and Development
Veneto Regional Administration
3 - Süßwasserlebensräume
9 - Wälder
  • ETANAM
  • Timis County Council
  • Municipality of Cacak
ETANAM
7 - Hoch- und Niedermoore
  • HBLFA Raumberg-Gumpenstein
  • Technische Universität Wien
  • Lake Balaton Development Coordination Agency
TU Wien

 

  Species Arbeitsgruppe Koordinator
Ciconia ciconia
(Weißstorch)
  • NIMFEA
  • Timis County Council
  • Strandja Nature Park
NIMFEA

Phalacrocorax pygmeus
(Zwergscharbe)

  • Ravenna Provincial Administration
  • Veneto Regional Administration
  • Municipality of Cacak
  • Lake Balaton Development Coordination Agency
  • ETANAM
  • Delta Danube National Institute for Research and Development
Ravenna Provincial Administration

 Emys orbicularis
(Europäische Sumpfschildkröte)

  • Strandja Nature Park
  • Torre Guaceto
Strandja Nature Park

 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

BE-NATUR offizielle Website: www.be-natur.it

 

 

Übersicht der Projektpartner:

    Projektleiter:
    • Environment and Nature Conservation Association NIMFEA (Ungarn)
    Österreichische Partner:
    • HBLFA Raumberg-Gumpenstein
    • Technische Universität Wien
    • Universität Klagenfurt (Subpartner der TU Wien)
    • E.C.O. Institut für Ökologie (Subpartner der TU Wien)
    Weitere Projektpartner:
    • Lake Balaton Development Coordination Agency (Ungarn)
    • Province of Ravenna (Italien)
    • Consortium of Management of Torre Cuaceto (Italien)
    • Veneto Region - Spatial planning and parks department (Italien)
    • Strandja Nature Park Directorate (Bulgarien)
    • Danube Delta National Institute for Research and Development (Rumänien)
    • Timis Country represented by Timis Country Council (Rumänien)
    • Danube Delta Biosphere Reserve Authority (Rumänien)
    • Development Agency for South Epirus - Amvrakikos S.A.L.G.O. (Griechenland)
    • City of Cacak (Serbien)

 

Bild: Kick-off Meeting der Projektpartner in Ungarn (September 2011)

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Trans-nationales Management und Implementierung von NATURA 2000 Flächen

2011 - 2014

Dr. Andreas Bohner
Umweltökologie

 

Dorothea Schmiedhofer
 
Dr. Andreas Bohner Dr. Andreas Bohner
Umweltökologie
DI Renate Mayer DI Renate Mayer
Akquisition
 Claudia Plank Claudia Plank
Akquisition
Christine Köberl
 
Alois Seebacher
 
Bettina Plank
 

die neuesten Downloads, den Rest finden Sie in der Forschungsdokumentation [FODOK]

Warum Moorschutz Warum Moorschutz
Moorschutztagung 2011, LFZ Raumberg-Gumpenstein
Filename: fodok_2_10163_moorschutztagung_2011.pdf
Filesize: 407,32 KB
Filedate: November 01 2011 03:02:17.
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